Bundesweites Vorbild: Hansator ist eröffnet

Eines der wichtigsten städtebaulichen Projekte Münsters ist eröffnet: Mit einem großen Quartiersfest wurde Ende August das Hansator an die Öffentlichkeit übergeben, nachdem als letzter Baustein des Projekts Deutschlands aktuell zweitgrößtes Fahrradparkhaus seine Pforten öffnete.

Das Gebäudeensemble, das dem Hauptbahnhof eine neue, zweite Vorderseite gibt, hat laut NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach aber auch Ausstrahlung auf ganz Nordrhein-Westfalen. Das Hansator strahle weit über Münster hinaus, „weil aus einer Vorderseite und einer Rückseite zwei Vorderseiten gemacht wurden, weil eine Brachfläche nutzbar gemacht und Wohnraum und Aufenthaltsqualität geschaffen wurden“, so Ina Scharrenbach.

 „Unser Ziel war es, sich in dieses bestehende Wohnviertel einzufügen“, erklärt Christian Hehemann, Projektleiter und Leiter der Landmarken-Niederlassung Münster, die beiden Funktionen des zentralen Städtebauprojekts. „Wir haben ein schönes Entree zum Bahnhof geschaffen, zum anderen kann das Hansator mit seinen unterschiedlichen Nutzungen ein Quartierszentrum bilden.“

Mit Flächen für Wohnen, Hotel, Gastronomie und Handel auf 28.400 Quadratmetern Bruttogeschossfläche sowie einer Pkw-Garage und dem Fahrradparkhaus bildet das Hansator ein urbanes Stadtquartier. Dafür war es bereits 2018 mit dem polis Award für urbanes Flächenrecycling ausgezeichnet worden. „Ein Bahnhof, der Teil seines Quartiers ist und in dem nie die Lichter ausgehen – eine wunderbare Landmarke!“, findet Landmarken-Vorstand Jens Kreiterling. In diesem Sinne dient das Hansator auch als Vorbild für weitere Bahnhofsumgestaltungen bundesweit.

Unser Schwesterunternehmen POHA House hat im Nord- und Mittelturm des Ensembles Gemeinschaftsflächen und 313 Apartments eröffnet – 98 Prozent sind bereits vermietet. Im Südturm des Komplexes empfängt die junge Design-Hotelkette prizeotel Gäste in 195 vom New Yorker Star-Designer Karim Rashid entworfenen Zimmern. Ebenfalls eröffnet sind im Erdgeschoss der Drogeriemarkt Müller, REWE, das Restaurant Ma´loa und das Nagelkosmetikstudio Mizu Spa. Rund 310 Quadratmeter Fläche für Gastronomie und 350 Quadratmeter für Einzelhandel sind noch verfügbar.

Der Name Hansator ist übrigens nicht zufällig gewählt: Mit seiner zentralen Passage unter den Gleisen überwindet das Ensemble die Trennung von Innenstadt und Hansaviertel. Als städtebaulich attraktives Verbindungselement mit herausragender Architektur trägt es so zu einer ganzheitlichen Stadterneuerung bei.

Der Entwicklung vorausgegangen war ein von der Stadt Münster und der Deutschen Bahn ausgerufenes Investorenauswahlverfahren, aus dem die Landmarken AG mit dem Entwurf von kadawittfeldarchitektur einstimmig als Sieger hervorgegangen war. Schön, wenn am Ende die Erwartungen sogar noch übertroffen werden können!

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